Immer wieder, liebe Leser, sprachen wir von unseren langwierigen Verhandlungen in Sachen “Hallenplatz” und den vielen Frustrationen, die wir im Laufe der Zeit am Hamburger Flughafen, aber auch in anderen Angelegenheiten überstehen mussten.
Dieses ist im Prinzip das Kapitel, das uns im Wesentlichen von der weiteren Restaurierung unseres Fliegers abhielt.
Auch kündigten wir schon oft an, es werde in Kürze eine Entscheidung zu dieser Frage geben, ohne dabei konkreter zu werden. Zu oft haben wir etwas bejubelt, was sich danach als Fehler erwies. Deshalb beschlossen wir, erst dann Ross und Reiter zu nennen, wenn kein Zweifel mehr an der Sachlage besteht.
Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde des HANSA JET, es ist soweit, wir haben einen wesentlichen Fortschritt erzielt und freuen uns Ihnen nun mitteilen zu dürfen, daß unser Flugzeug am Samstag, den 16. Januar 2010 per Tieflader das Gelände des Flughafens verlassen und zu seinem neuen Standort überführt wird.
Und dieser neue Standort ist kein geringerer Platz als das Gelände des AIRBUS-Werkes in Hamburg Finkenwerder. Unser HANSA JET kehrt heim an seinen Geburtsort nach Finkenwerder.
Sobald die S05 quasi in ihren Kreißsaal zurückkehrt, sind auch endlich die Möglichkeiten gegeben, mit den Restaurierungsarbeiten zu beginnen und in geregelter Folge den weiteren Weg bis zur Wiedererlangung der Flugtüchtigkeit zu gehen.
Apropos Weg – der Weg durch Hamburg liegt ja nun noch vor uns. In alter Tradition, so könnte man fast schon schreiben, wird wieder die Firma Dehrner Transporte mit der Aufgabe betraut, unser Flugzeug aus Fuhlsbüttel abzuholen und nach Finkenwerder zu bringen.
Schon vor zwei Jahren organisierte uns Herr Egenolf eine reibungslose Überführung von Manching nach Hamburg. Auch im Januar werden wir wieder mit zwei schweren LKW sowie mit mehreren Begleitfahrzeugen unseren Bestand bewegen.
Und dieses ist nicht nur nötig und willkommen aufgrund unseres Wunsches, nun endlich mit der Restaurierung beginnen zu können. Den letzten Anstoß gab eine Nachricht vom Flughafen Hamburg, man habe zwischenzeitlich die Halle vermietet und fordere uns nunmehr auf, bis zum 31. Januar 2010 das Gelände zu verlassen. Bisher habe man uns auf dem Gelände geduldet, doch nun werde die Fläche benötigt, alternative Flächen seien für uns leider nicht verfügbar. Man wünsche uns jedoch für die Suche nach einer anderen Unterbringung viel Erfolg.
Diese Mitteilung markiert nun endgültig das Ende unserer gemeinsamen Zeit mit dem Hamburger Flughafen. Darum blicken wir nun nach vorn und freuen uns über die Aussicht, die uns südlich der Elbe geboten wird.
Wenn wir nun im Januar die Tieflader beladen und am Sonnabend auf einer noch festzulegenden Route durch Hamburg fahren, werden wir hoffentlich ein letztes Mal unser Flugzeug auf einer öffentlichen Straße bewegen. Das Ziel ist es, innerhalb der nächsten Jahre auf der zugewiesenen Stellfläche in einer Airbus-Halle unser Flugzeug vollständig zu restaurieren und in einen flugtüchtigen Zustand zu versetzen.
Zwar ist es bis dahin noch ein weiter Weg, aber dieser kann nun endlich beschritten werden.
Zuvor ist jedoch die Transportlogistik gefragt. Der Rumpf wird wieder auf einer sogenannten Kesselbrücke transportiert, während ein weiterer LKW, ein Gliederzug die Flügel und Triebwerksgondeln transportiert. Hinzu kommt noch ein LKW von Europcar, mit dem wir wieder Leitwerk, eines unserer Triebwerke und weitere Ausrüstung verbringen.
Die Beladung wird schon am Freitag erfolgen, der eigentliche Transport findet dann am Samstag statt – begleitet durch die Presse und von vielen Schaulustigen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie hier in unserem Vereinslogbuch, hier werden wir Sie über die weiteren Schritte informieren.
Fragen hierzu richten Sie bitte per E-Mail an info@hansajet.de, telefonisch erreichen Sie uns unter der Rufnummer 040 64506831.
Mit dieser frohen Botschaft endet nicht nur das Jahr 2009, sondern auch die Zeit am Hamburger Flughafen mit einer phantastischen Kehrtwende.
Bedanken möchten wir uns in diesem Zusammenhang bei der Lufthansa Technik für die großartige Unterstützung sowie bei den Kollegen der Lufthansa Cityline, die stets ein wachsames Auge auf unseren Flieger und die zahllosen Einzelteile richteten. Mit solchen Nachbarn kann man sicher sein, daß alle Teile dort bleiben, wo sie abgelegt wurden.
In diesem Sinne verbleiben wir mit den besten Grüßen und den besten Wünschen für das Jahr 2010
Eckhard Giese & Wolfgang Borgmann